Alte Dämmwolle im Haus und Dach – Vorsicht bei Baujahren vor 1996

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Alte Dämmwolle im Dach – wann besondere Vorsicht geboten ist

Bei Dachsanierungen und dem Ausbau alter Dämmungen stoßen Hausbesitzer häufig auf Mineralwolle, Glaswolle oder Steinwolle. Besonders bei Gebäuden aus den 1960er-, 1970er-, 1980er- und frühen 1990er-Jahren ist Vorsicht geboten.

Bei Mineralwolle, die vor 1996 eingebaut wurde, wird nach den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 521) grundsätzlich von sogenannter "alter Mineralwolle" ausgegangen. Diese kann Fasern freisetzen, die als krebserzeugend eingestuft werden. Deshalb sollte beim Ausbau stets geeignete Schutzausrüstung verwendet werden.

Welche Baujahre sind besonders betroffen?

Besondere Vorsicht empfiehlt sich bei Dämmstoffen aus folgenden Zeiträumen:

  • 1960 bis 1995: grundsätzlich als alte Mineralwolle behandeln
  • 1996 bis 2000: Übergangszeit mit alten und neuen Produkten
  • ab 2000: überwiegend moderne Mineralwolle

Aluminiumkaschierte Dämmwolle im Dach

Aluminiumkaschierte Mineralwolle wurde häufig in Dachschrägen, Zwischensparrendämmungen und Dachausbauten verwendet. Die Aluminiumfolie ist kein Nachweis für Asbest oder Schadstoffe. Sie deutet jedoch häufig auf ältere Dämmaufbauten hin, bei denen eine vorsichtige Arbeitsweise empfehlenswert ist.

Welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll?

Beim Ausbau alter Dämmstoffe empfehlen sich:

Die Dämmstoffe sollten möglichst staubarm ausgebaut und direkt in geeignete Säcke verpackt werden.

Geeignete Säcke für alte Dämmwolle

Für größere Mengen eignet sich der BB-M90 KMF Big Bag. Für lange Dämmmatten und Zwischensparrendämmungen empfiehlt sich der PPFB-M140 KMF Flachsack.

Fazit

Alte Dämmwolle aus Baujahren vor 1996 sollte grundsätzlich mit Vorsicht behandelt werden. Auch wenn nicht jede alte Dämmung Asbest enthält, können gesundheitlich bedenkliche Fasern freigesetzt werden. Mit geeigneter Schutzausrüstung und passenden KMF-Säcken lassen sich Ausbau und Entsorgung deutlich sicherer durchführen.


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